Ich glaub‘ ich spinne…

Ich muss das jetzt loswerden, sonst kann ich nicht schlafen, also warum nicht direkt im neuen Lerntagebuch. Das Seminar hat zwar noch nicht begonnen, aber dann reflektiere ich eben informelles Lernen 😉

Viel wichtiger ist mir aber Eure Meinung!!!!

Folgendes Video steht zur Diskussion:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1710986/Verbloeden-wir-durch-Computer%3F

Spitzer: „Wir machen ja auch keine Alkoholpädagogik […] genauso wenig brauchen wir Medienpädagogik“

Spitzer: „Um zu googlen brauen Sie keine Medienkompetenz […] Medienkompetenz, wir brauchen das nicht“ *schluck*

Spitzer: „Je mehr jemand Medien benutzt, desto schlechter ist er“

Hack: „So arbeiten, dass alle Kinder die Möglichkeiten haben mit der technischen Entwicklung besonnen umzugehen“

Hack: „weil meine Kinder abstrahierenkönnen“ – dank der Medienerziehung!

Das sind mal eineige Zitate die ich dem Video entnommen habe (Sorry, für die Zeitangaben hatte ich jetzt keinen Nerv).

Nun mal meine Meinung:

Beide sprechen doch grundlegende pädagogische Themen an: wir wollen Kinder stark machen, auf das Leben vorbereiten, ihnen Werte vermitteln und sie auch schützen. Aber wie kann ich denn ein Kind auf die Gefahren des Internets vorbereiten, wenn ich ihnen gar nicht zeige was das Internet ist und was es kann und WO die Gefahren liegen. Ich kann doch nicht Kinder stark machen, wenn sie ausschließlich offline agieren. Wie schwach sind sie denn dann, wenn sie das erste Mal im Netz surfen??

Der kann sich immer nur auf die Zahlen stützen, aber nie wird erwähnt,

Spitzer stützt sich immer wieder auf Studien und Zahlen, doch was davon deutet wirklich auf die Nichtigkeit von Medienkompetenz hin? Nie wird erwähnt, wie diese Computer, Lernprogramme usw. eingesetzt werden. Logisch, wenn ich den Schülern blind einen Laptop in die Hand gebe, beschäftigt er sich nicht von allein mit Lernprogrammen oder tauscht sich mit Freunden über Unterrichtsinhalte aus. Aber wenn der Lehrer die Schülerinnen und Schüler zu einem reflektierten und vorsichtigen, besonnenen Umgang mit digitalen Medien wie z. B. Social Media anleitet, dann kann das doch nur die soziale Kompetenz schulen.

Natürlich möchte ich noch festhalten, dass ich „schwimmen statt im Netz surfen“ und „reiten statt ballern“ durchaus sehr sehr wichtige Erwähnungen finde!!

Aber alles in allem meine Befürchtung: Wenn das Eltern sehen und das auch noch glauben, leiden vor allem die Kinder darunter! Die sind nämlich diejenigen, die als erstes à la „Lost in Cyberspace“ an einfachsten Aufgaben scheitern werden! Die Kinder von Spitzer tun mir wirklich leid!

So, jetzt bin ich gespannt auf Eure Meinungen!

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Über Andrea Gumpert

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Eine Antwort zu Ich glaub‘ ich spinne…

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