Gedanken zum Portfolio „Das politische System der BRD“

Ich hatte mich aus Zeitgründen  im Juli gegen das Anfertigen des Portfolios für POL-WISS-WSK entschieden, da von Beginn der Bekanntgabe der Aufgaben bis zum Abgabetermin nur etwa drei Wochen lagen und ich in der Zeit wirklich gerade etwas überfordert war. Also dachte ich, dass ich lieber das richtig, mache was ich ohnehin zu tun habe und den Rest dann einfach im nächsten Semester.

Nun sitze ich am Portfolio für POL-WISS-WSK und sehe zu, dass das fertig wird und setze auf die Kulanz der Dozenten, das Portfolio  auch im Wintersemester zur Bewertung anzunehmen. (Zumindest per Mail habe ich das schon klären können.)

Da ist geistig gerade ziemlich tief in der Portfolio-Thematik auf Meta-Ebene stecke, ist es ganz interessant sich mal selbst zu beobachten, wie man Portfolio-Aufgaben angeht. Durchlesen – Drüber nachdenken – mit dem Leichtesten beginnen. Das leichteste ist Aufgabe 1, bibliografieren. Tota langweilige Aufgabe, nach 10 gelisteten Titeln schaue ich mir mal die anderen Aufgaben an. Ah, da sind noch Fragen zu beantworten, fangen wir mal das an, das fordert geistig etwas mehr. Also Vorlesungsunterlagen rausgesucht, über Strg-F nach den entsprechenden Inhalten gesucht und an des Professors Foliengestaltung verzweifelt. Wilde Hyperlinks in PowerPoint und Textfelder die quer über den Folien liegen werden mit dicken Blockpfeilen verbunden. OK, das hat sicher eine Systematik, also mal die Präsentation anschalten und durchklicken. Geht besser, aber irgendwie… vielleicht sollte ich doch mal in ein Buch schauen (Anmerkung: Kann nur Bücher nehmen, die ich irgendwie online zugänglich bekomme, weil in der Kremser Bibliothek logischerweise keine Bücher über deutsche Politk zu bekommen sind.). Da fällt mir ein, ich hatte doch schon mal nach Büchern recherchiert – ah ja, Aufgabe 1. OK, mir dämmert… wenn man die Aufgaben in der vorgegebenen Reihenfolge löst, dann spart man Zeit, da diese aufeinander aufbauen. In der Aufgabe zwischen der Bibliografie und den Fragen sollen nämlich tafelbilder zum politischen System der BRD entwickelt werden, das heißt, man setzt sich automatisch mit den Hintergründen auseinander. Und dann fällt mir auf: Eigentlich wird doch sogar (ein wenig) der Lernprozess dargestellt – auch wenn der Mehrwert etwas eingeschränkt ist, da  ja ncit der Lernende auf diese Vorgehensweise gekommen ist, sondern der Lehrende die vorgegeben hat. Trotzdem war das eine wichtige Erkenntnis und mir wurde klar, dass man mir mit dieser umfangreichen Aufgabe „keins reinwürgen“ will, sondern eine effektive Arbeitsweise anbietet. Nur, so effektiv war es lettlich nicht, da ich trotzdem eine Weile im Dunkeln getappt bin und an verschiedenen Stellen des Portfolios angefangen habe. Hier liegt auch meine Kritik und Erkenntnis: Wenn Portfolio-Methode, dann bitte transparent und nicht getarnt als Hausarbeit mit Klausurcharakter. (Wobei as keine Kritik am ehrstuhl sein soll, da ich nicht weiß, ob das vielleicht mal irgendwie gesagt wurde, wie die Portfolio-Methode in der Vorlesung ablaufen soll – was ja am Anfang noch im Ausland). Des Weiteren fehlt mir der Aspekt des Feedbacks, des Peer-Review. Organisatorisch in meinem Fall aber ohnehin nicht umsetzbar, da ich ja nun nach em Abgabetermin daran arbeite.

Eine Zeit- und Ortunabhängigkeit ist für Peer-Feedback-Prozesse im Rahmen solch großer Lehrveranstaltungen notwendig – also warum nicht ein E-Portfolio anfertigen. Ichwerde, je nach zeitlichen Ressourcen (aber es liegt mir am Herzen, daher werde ich es machen) das Portfolio parallel als E-Portfolio-Ansicht in Mahara anlegen. Für die komplett elektronische Durchführung des gesamten Prozesses für Folgejahrgänge würde sich aber auch OPAL eigenen, da darüber direkt die Aufgaben verteilt werden können.

Also, es bewegt sich was an der TU Dresden und ich hoffe, in den nächsten Monaten und Jahren aktiv dazu beitragen zu können. Vielleicht arbeiten ja schon in einigen Jahren vielmehr Lehrstühle und Professuren mit E-Portfolios, vielleicht fertigen alle Studierenden schon Entwicklungsportfolios an… Wie werden sehen, was die Zukunft bringt.

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Über Andrea Gumpert

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