Leitmedienwechsel

In der heutigen Seminarsitzung ging es um Medien und deren Einflüsse auf die Politik und vor allem auf den Meinungsbildungsprozess der Bürger.

Ich sollte gleich ehrlicherweise vorweg schieben, dass mir zu diesem Thema ein wenig der Zugang fehlt. Es geht hier primär um Printmedien bzw. um Online-Nachrichten-Magazine. Zu bloggenden und twitternden Politikern wird fast nichts gesagt, obwohl ich das doch spannender gefunden hätte. Für meine Begriffe sind diese Formate die einzigen, in denen politische Partizipation wirklich gelebt werden kann.

Aber interessant war es schon, vor allem der Diskurs zwischen Dörner und Meyer. Hier meine Zusammenfassung:

Mayer:

  • ist vorsichtig, sieht Gefahr in den Medien (und deren Bedeutung für die Politik)
  • Parteiendemokratie verkommt zur Mediendemokratie
  • Koloniesierung: wir wissen weniger über Europa als über Deutschland, obwohl Europa größere Einflüsse hat
  • Medien sind sehr schnell – Prozesse in der Politik sind langsam à schnelles Reagieren = unsaubere Berichterstattung?
  • Druck als erster zu berichten
  • Personalisierung: eine Figur greifbar – die Menschen in Brüssel sind nicht so bekannt

Dörner:

  • Selbst am Dschungelcamp kann man noch politisch lernen
  • Auch niedrigschwellige Unterhaltung kann politisch bilden

Mir fällt es schwer, über diese Diskussion zu reflektieren, weil ich finde, dass man nicht diskutieren sollte, welche Medien mit welchen Inhalten man auf die Leute abfeuert, sondern wie man es schaffen kann, dass die Jugendlichen sich am Diskurs beteiligen und im Diskurs lernen. Wenn ich hier im Blog schreibe: „Den Ausstieg aus der Atomkraft finde ich blöd“, etwa weil ich darüber gelesen habe, dann werde ich (hoffentlich) 100ende Kommentare bekommen mit Argumenten gegen Atomkraft. Die Kommentierenden werden untereinander wiederum (in meinem Blog) diskutieren und ich habe einen riesigen Pool an Argumenten und kann mir nun im Diskurs mit Gegnern und Befürwortern eine Meinung bilden.

Ich glaube aber auch, dass ich die Diskussion nicht komplett aufgenommen habe, die im Seminar lief. Ich kann aber zu der These sagen „Schülerinnen und Schüler sollen Zeitung lesen, um im Gemeinschaftskundeunterricht mitreden zu können“ – Das seh ich nicht so.

Ein weiterer Diskussionspunkt war: Unterschätzen wir unsere Schülerinnen und Schülerinnen und Schüler, wenn wir behaupten, dass sie Politik nur verstehen, wenn sie in Formaten wie Dschungelcamp serviert wird? Auch mit dieser Diskussion kann ich mich nicht identifizieren, da ich es den falschen Ansatz finde, Politik zu servieren (der Ausdruck tauchte, glaub ich, nicht auf, aber so habe ich es verstanden). Ich kann den Lernenden anbieten, wo sie sich beteiligen können und wo sie Informationen herbekommen. Informationsquellen sind aber nicht nur Presse, sondern eben auch Tweets von Politikern und Blogs von freien Journalisten.

Advertisements

Über Andrea Gumpert

https://tudfolio.wordpress.com http://tinyurl.com/maharaeportfolio http://lissiontour.wordpress.com http://vonnynachla.wordpress.com
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, E-Portfolio veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s