Rückblick auf das Seminar „Medien in der politischen Bildung“

Ich glaube, die Tatsache, das dieser Blog-Post heute entsteht und nicht schon längst online ist, zeigt die zentrale Erkenntnis des E-Portfolio-Experiments.

Für mich war es wichtig, selbst einmal ein E-Portfolio zu führen, zu reflektieren und wenigstens in Ansätzen das theoretische Konzept umzusetzen. Letztlich war es nur ein Lerntagebuch, denn das kollaborative Arbeiten über den Blog und das Sammeln und Auswählen von Artefakten fand so gut wie nicht statt. Manchmal habe ich Dateien verlinkt oder Trackbacks zu anderen Blogs gesetzt, aber so eine richtige Materialsammlung, aus der ich die Lernprodukte auswählen kann, die ich besonders gut finde, ist nicht nicht entstanden.

Aber das ist auch gar nciht schlimm, denn das war nciht das Ziel des Seminars. Mein persönliches Ziel war es, einmal selbst zu erleben, wie so eine Lehrveranstaltung ablaufen kann. Mit Sicherheit war dieses Semester so ziemlich das ungeeignetste für dieses Experiment: Krems, Masterarbeit, Studium, WHK-Stelle, Block-B. Das wirkte sich sicher häufig auf Qualität und Quantität meiner Beiträge aus. Ja, das war meine wichtigste Erkenntnis: Es kostet unglaublich viel Zeit! Es kann also nur funktionieren, wenn man motiviert ist und motiviert wird. Sich gegenseitig zu feedbacken und mitzubekommen, dass auch andere den Blog hin und wieder lesen, ist daher das allerwichtigste Erfolgskriterium!

Soweit zur Methode, nun zum Medium. WordPress und Facebook funktionieren recht gut zusammen. Das Posten von neuen Beiträgen auf der Facebook-Gruppen-Seite geht schnell und stellt auch keinen besonderen Medienbruch dar. Facebook ist für die kurzen Mitteilungen und für das Teilen von Links super, aber vertiefte Auseinandersetzungen und persönliche Gedanken gehören für mich in meinen Blog. Da passt dann auch das Layout zu mir und ich identifiziere mich mit meiner Webseite – meinem Portfolio. Dennoch denke ich, dass WordPress gerade für Neulinge wie uns zu komplex und zu offen ist. Trotz der (unter Stress, kurz vor Krems) produzierten Videos, hat kaum jemand mitgemacht. Logisch, weil es aufwändig ist und viel viel Zeit frisst. Für mich war es oft schwierig einen Aufhänger zu finden. Man sitzt vor einem weißen Textfeld und weiß nicht wo man anfangen soll und wo man hinwill. Daher denke ich, dass ein E-Portfolio-Tool wie Mahara eine schöne Alternative wäre. Man fühlt sich nicht so allein gelassen, weil man Artefakte vorgegeben hat und über die Widget-Struktur strukturierter Arbeiten kann. Es entsteht ben kein Fließtext (wie hier), sondern eine abwechslungsreiche Webseite. Vielleicht haben wir bald Mahara auf dem Server hier in der Informatik und können mit unserer eigenen Instanz hier an der TUD arbeiten! Ich arbeite dran… 😉

Und nun noch kurz zu den Inhalten des Seminars. Ich weiß noch als Professor Besand mit den Seminarplan geschickt hat, war ich gerade in Berlin am Alex im Deichmann und habe versucht Christian von neuen Schuhen zu überzeugen. Das hat nicht funktioniert, denn ich konnte mich nicht mehr auf meine Argumente konzentrieren, sondern war aufgeregt und habe die ganze Zeit gedacht „wir machen E-Portfolio – wir machen E-Portfolio“. Ich war happy. Zurück zum Seminarplan. Die Struktur – also angefangen bei den digitalen Medien zurück zum Schulbuch – fand ich super. So konnte man erstmal die Vor- und Nachteile der Innovationen ausloten und dann nochmal schauen, was wir den eigentlich an unseren klassischen Medien haben. Ein bißchen zu kurz ist mir der Aspekt des didaktisch begründeten Einsatzes gekommen. Wir hätten öfter mal darüber sprechen sollen/können, was das eine Medium gegenüber dem anderen auszeichnet, was das eine kann und das andere nicht. Vor allem mit diesen Spielen kann ich einfach nichts anfangen. Aber mit Tablet Computing: So eine Liste mit Argumenten, warum Tablets den Büchern überlegen sind, wäre doch mal eine schöne Idee. Eine Art Brainstorming mit einfallsreichen Gründen. Könnte man vielleicht für kommende Seminare überlegen.  

So, ich denke, dass ist erstmal genug Reflexion. Ich werde diesen Blog demnächst umbauen und die ganzen Posts des Medienseminars auf eine Seite packen. Auf der Startseite werdet ihr hin und wieder etwas über meine MA, KoSEL, den sächsischen Open-Online-Kurs und meine Diss (also sobald die Zahl der Wörter meines Exposés die Zahl 3 übersteigt ;-)) lesen können.

Hat Spaß gemacht mit Euch/Ihnen!

 

 

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Über Andrea Gumpert

https://tudfolio.wordpress.com http://tinyurl.com/maharaeportfolio http://lissiontour.wordpress.com http://vonnynachla.wordpress.com
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2 Antworten zu Rückblick auf das Seminar „Medien in der politischen Bildung“

  1. maxdermerker schreibt:

    Ja, solche Listen, die sich daran orientieren, was uns ein Herr Kipper meist mitgegeben hat, wo man die meisten Dinge danach einfach direkt versuchen konnte, anzuwenden, wären besser gewesen. Ich hab das in meinem Referat versucht, habe mich aber, wie ich gemerkt habe, mit der Zeit vertan, sodass es nicht vollständig zusammenkam. Die Checkliste war ein Versuch in diese Richtung. Bezüglich der Spiele wollte ich dir erst total widersprechen, dass das überhaupt und sowieso nur nicht deiner Lebenswelt und haste nich gesehen etc., aber wenn ich näher drüber nachdenke, würde ich davon jetzt auch nix im Unterricht einsetzen oder auch nur darin empfehlen. Insofern hätte ich da auch Schwierigkeiten.

    • Andrea Lißner schreibt:

      Zu den Spielen: Du hättest gern wiedersprechen können, denn es ist einfach wirklich nicht meine Lebenswelt und ich habe das Thema „Gamification“/“Serious Games“ auch für mich abgehakt, aber ich denke, dass ist eine Typenfrage. Und Gott-Sei-Dank gibt es verschiedene Lehrertypen, wie langweilig wäre sonst Schule (und Studium)! Also würde ich sogar dafür plädieren, dass es Lehrer gibt, die das mit den Spielen mal wenigstens ausprobieren. Es wäre aber nicht authentisch, wenn ich das tun würde. (wie sich Frau Prof. Besand wohl kaum an ein IWB stellen würde – das ist OK, solange es andere tun ;-))
      Mehr Toleranz gegenüber Experimenten und Methodenvielfalt!

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