Zieleinfahrt und Startschuss zugleich: Chaos der ersten Tage als wissenschaftliche Mitarbeiterin

Ich habe meinen Blog nun ein wenig umgebaut und versuche nun auch ein bisschen Struktur in meinen Alltag zu bekommen.

Obwohl ich noch auf meine letzten beiden Noten warten muss, hat mich das Arbeits- und Promotionsfieber gepackt. Einen Gang zurückschalten? Das klappt irgendwie nicht, am wohlsten fühle ich mich, wenn es vorwärts geht. Nur in welche Richtung?

Wo soll's die nächsten Jahre hingehen?

Wo soll’s die nächsten Jahre hingehen?

In meiner Masterarbeit habe ich die Ausgangssituation an der TUD analysiert (Befragung von Dozenten der Lehrerbildung an der TUD), Software evaluiert (Mahara und OPAL) und ein fiktives Einsatzszenario gestaltet (Mediendidaktik für Berufspädagogen). Dabei konnte ich zum einen feststellen, dass E-Portfolios in der Lehrerbildung ein spannendes Medium sein können und gerade im Bereich Selbstreflexion und Peer-Feedback zu einer spannenden neuen Lernkultur führen können. Zum anderen stellte sich aber auch heraus, dass es bisher noch keine Bestrebungen gab, Szenarien zu erproben. Ich bin mir sicher, das ändert sich in diesem Jahr. Wenigstens einen kleinen Beitrag kann ich vielleicht leisten, denn die SPÜ der Informatik-Lehramt-Studierenden wird mit Mahara begleitet und evaluiert. Es ist ein Anfang und ich kann E-Portfolios endlich im real life erproben und Chancen und Risiken nicht nur prognostizieren, sondern auch sehen.

OK, zurück zum Chaos: Zum 01.01. startet KoSEL (Kompetenzentwicklung und Studienorientierung mit E-Learning) an der Fakultät Informatik. Ich arbeite darin als wissenschaftliche Mitarbeiterin und kümmere mich um die Kursentwicklung (Didaktische Konzeption) und Kursdurchführung an beruflichen Schulen. Außerdem versuche ich ein E-Portfolio-Konzept für das Projekt auf der Lernplattform OPAL zu entwerfen. Bisher wurde das E-Portfolio-Werkzeug der Lernplattform kaum genutzt, das soll sich ändern. Naja, zumindest dann, wenn der ganze Bürokratie-Projekt-Kram mal durch ist und wir beginnen können inhaltlich zu arbeiten…

Der Papierkrieg hat uns fest im Griff...

Der Papierkrieg hat uns fest im Griff…

Im Februar bin ich dann endlich mit allen Prüfungsleistungen durch und kann einen Haken an das Studium machen. Also in die Spur und um Promotion kümmern! Das große Ziel ist die Aufnahme in das LLL-Kolleg bei Prof. Baumgartner. Ich kenne Krems und Klaus Himpsl-Gutermann bereits aus meiner Praktikumszeit und kann es kaum erwarten wieder hinzufahren. Also warum nicht einfach mal schon im März am Kolleg (Blockkurs in Wien) teilnehmen. So schnell konnte ich gar nicht klicken, war der Zug auch schon gebucht. Ach ja, jetzt muss aber auch noch eine Skizze meiner geplanten Diss geschrieben und eingereicht werden. Und an der Young Reserchers Tagung in Potsdam will ich auch teilnehmen. Oh je, wie war das mit dem Gang zurück… Mehr schlecht als recht habe ich alle Gedanken, die ich bisher hatte, zusammengeworfen und mit der Unterstützung von Klaus und Sandra ist auch irgendwie noch irgendwas angekommen. Naja, da ist Luft nach oben, würde ich sagen.

In der Hektik zusammengeschustert.... und Ergebnisse zum heulen

In der Hektik zusammengeschustert…. und Ergebnisse zum heulen

Und dann ist da noch der MOOC, der Saxon Open Online Course, bei dem ich auch mitarbeiten darf/will. Logischerweise gibt’s auch da noch bürokratische Probleme mit irgendwelchen Uni-Personal-Restriktionen, die keiner versteht, aber zu irgendeiner Lösung wird’s schon führen. Wer weiß, für was es gut ist…

Um dem Portfolio-Gedanken gerecht zu werden, möchte ich mal selbstkritisch auf die letzten zwei Monate schauen. Ich habe zweite, dritte und vierte Schritte gemacht und dabei den ersten vergessen, ich habe improvisiert, Übergangslösungen und Provisorien aufgebaut und vieles angefangen. Darunter leidet die Qualität, das musste ich an einem schlechten Vortrag und einer überstürzten Projektskizze meiner Diss feststellen.

Zugute halten ließe sich die Tatsache, dass ich einfach Lust habe, genau das zu tun, was ich tue. Ich freue mich auf Montage – weil ich am Wochenende ja allein arbeiten musste –, ich liebe den Austausch mit meinen Kollegen über E-Learning, E-Portfolios, Lernstrategien, webbasierte Kommunikation, usw. Ich freue mich auf die Medientage in Chemnitz, wo der erste Beitrag meines Lebens angenommen wurde (der übrigens auch in der Hektik entstanden ist ;-)).

Die Konsequenz und das Ziel für die kommenden Etappen soll sein, dass ich bedachter, ruhiger und strukturierter an die Sachen herangehe. Tagungen und Kollegs finden auch mal wieder statt, ich setze nicht meine Arbeit auf’s Spiel, wenn ich mal irgendwo nicht mitmische. Lieber weniger machen und das richtig.

Ich werde diesen Artikel immer wieder aufrufen, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, alles bis gestern erledigt haben zu müssen. Deswegen auch der Tag „Denkdran“     😉

Advertisements

Über Andrea Gumpert

https://tudfolio.wordpress.com http://tinyurl.com/maharaeportfolio http://lissiontour.wordpress.com http://vonnynachla.wordpress.com
Dieser Beitrag wurde unter Dissertation abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s