Reflexion zum SOOC13: Von entfesselten Pferden

Ich denke, es ist an der Zeit, mal runter zu schreiben, wie sich mein persönliches SOOC13-Erleben gerade anfühlt.

Ich denke, dieses Bild beschreibt meine Gefühlslage recht gut:

Am Wochenende war ich mit meiner Familie unterwegs – im Ausland (nicht EU, wo Roaming noch erschwinglich wäre, nein, in der Schweiz) – ohne Internet (wenigstens tagsüber). Abends hatte ich das Gefühl, ich müsse jetzt alle Tweets, alle Blogposts noch kommentieren und selbst noch einen schreiben – nicht, dass auf der SOOC13-Seite nichts passiert oder gar die Twitter-Timeline stillsteht.

Die liebe Familie war natürlich mäßig begeistert, wenn ich wahlweise Tablet, Laptop oder Handy bedienend, nickend der Unterhaltung folgte.

Aber ich könnte doch was verpassen, oder?

Dann der Wochenstart (für mich erst am Mittwoch): Wie immer Aufregung im KoSEL-Quartier (wer ESF-Projekte und Banken kennt, weiß wovon ich rede), Kurserstellungen betreuen, LehrerInnen und SchülerInnen beruhigen und nebenher noch Konzepte für kompetenzorientiertes E-Learning entwickeln. SOOCen? Vielleicht gegen Abend…

Gestern dann der Schlag ins Gesicht: „Wird die Plattform denn gar nicht moderiert?“ (hier)  Oh NEEEEEIIIIN, die TeilnehmerInnen denken schlecht von uns – wir kommen nicht hinterher! Wir müssen mehr tun!

…dachte ich mir – wir haben den Teilnehmenden schließlich auch gesagt, dass es nicht möglich ist, alles zu verfolgen! Also Durchatmen, Schultern straffen und beginnen zu filtern.

Mein persönliches erstes Zwischenfazit: Ich habe in den beiden Wochen des SOOC13 verdammt viel für mich selbst gelernt: Man kann im Web nicht alles verfolgen und überall dabei sein. Man muss sich der Frustration hingeben, dass man immer in der Gefahr ist, etwas zu verpassen und demgegenüber eine gewisse Toleranz entwickeln.

Ein allgemeines Fazit: Es sollte noch viel mehr angeregt werden, dass die TeilnehmerInnen untereinander agieren und feedbacken, denn so werden wir entlastet und die geäußerten Meinungen und Argumente werden vielseitiger.

So ich fahr jetzt ins Büro, arbeitete und gehe dann entspannt in ein SOOC-reiches Wochenende!

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Über Andrea Gumpert

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6 Antworten zu Reflexion zum SOOC13: Von entfesselten Pferden

  1. Anja Lorenz schreibt:

    Ein SOOC-reiches Wochenende, das Wortspiel war mir noch garnicht aufgefallen. Für Bayern oder Dortmund? 🙂

  2. Anja Lorenz schreibt:

    Hat dies auf SOOC13 rebloggt und kommentierte:
    Während Andrea ein schlechtes Gewissen hat, weil sie nicht allen immer Feedback geben kann, überlege ich zunehmend, ob es denn so gut ist, immer gleich auf „Like“ bei einem Blogpost zu hauen oder ihn zu kommentieren. Klar, ist das vielleicht auch ein Reflex und ich will ja, dass die Teilnehmer merken, dass sie gelesen werden, aber „verschrecke“ ich damit andere mögliche Kommentatoren? Denn immerhin trete ich ja irgendwie auch als Gastgeber/Lehrende auf. Wo ziehe ich die Grenze?

  3. hscm schreibt:

    Das mit dem Zeitproblem scheint ein weit verbreitetes Phänomen zu sein. Ich bin leider etwas zu spät in den sooc eingestiegen und versuche mein Zeitdefizit etwas aufzuholen. Meinen Blogbeitrag habe ich schon geschrieben, mit Twitter tue ich mich noch etwas schwer, weil ich das bis jetzt noch nicht so im Focus hatte. Aber daran werde ich die nächsten Tage arbeiten.

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