#lllkolleg Community Treffen in Krems: On the Horizon

Am Donnerstag vormittag fand in Krems vor dem eigentlichen Doktorandenkolleg das Bildungstechnologie-Community-Treffen statt. Dieser Vormittag stand ganz im Zeichen des Horizon Reports, welcher von Prof. Baumgartner zunächst methodologisch vorgestellt und anschließend durch die Teilnehmenden inhaltlich präsentiert wurde.

Interessant war dabei zum einen, dass ich auch einmal etwas von dem Report für die Schule hörte, denn bisher wusste ich nicht einmal, dass es auch einen Horizon Report für Schulen gibt. Und zum anderen war die Diskussion über die Dominanz der amerikanischen Gutachter/Experten und die tatsächliche Vorreiterrolle der USA in Bezug auf Medien und Technologien in der (Hochschul-)Lehre spannend. Dabei konnte nämlich festgestellt werden, dass (möglicherweise, zumindest sprachen die anderen dies an) der zeitliche Vorsprung der Vereinigten Staaten bei der Einführung von neuen Technologien in der Lehre abnimmt (so gesehen: das interaktive Whiteboard hat länger zu uns gebraucht als die Tablets). Ich glaube schon, dass Europa immer schneller im Adaptieren von Technologien wird und das Ideen und didaktische Ansätze aufgrund der digitalen Vernetzung schneller verbreitet werden. Auf der anderen Seite muss man aber bei vielen Technologien auch einräumen, dass es kaum noch eine Abgrenzung zwischen Bildungskontext und informellen Lernen bzw. letztlich Privatheit gibt. Wenn die Lernenden Smartphones besitzen, weil sie diese Telefone praivat nutzen, dann kann man das auch für den Unterricht verwenden. Interaktive Whiteboards müssen erst angeschafft werden.

Jedenfalls haben wir uns die Themen des 2013er Reports angeschaut:

  • MOOCs = Massively Open Online Courses (Uni)
  • Games & Gamification (Uni) sowie Game-Based Learning (Schule)
  • Mobile Devises & Apps (Schule)
  • Personal Learning Environments (Schule)
  • Tablet Computing (sowohl Uni als auch Schule)
  • Wearable Technology (Uni) und Augmented Reality (Schule)
  • Learning Analytics (Uni)
  • 3D-Printing (Uni)

Es waren zum Teil sehr umfangreiche Präsentationen, die tatsächlich alle Aspekte der jeweiligen Technologie oder des Phänomens aufgriffen. Allerdings wurde mir bis zum Schluss nicht klar, welche Relevanz 3D-Printing und wearable Technology jetzt tatsächlich für die Bildung hat. Also wir haben natürlich Szenarien kreiert und auch Anwendungen gefunden, aber es ging ganz stark in die Richtung: Wir haben jetzt was und müssen jetzt irgendwie ein Problem finden, welches mit diesem Tool zu lösen wäre.

Also die typische Diskussion: erst gibt es eine Technologie und die tatsächliche Anwendung suchen wir erst noch. Aber die Diskussion ist tatsächlich uralt, sodass ich darüber eigentlich nicht weiter debattieren will. Hinzuweisen wäre vielleicht noch auf die Karrikatur von Mandl.

Für mich selbst nahm ich etwas erschrocken zur Kenntnis, wie medienkritisch die „Community“ der Bildungstechnologen ist. Ich bin ja nicht unkritisch und ich finde sehr sóft sollte der didaktsiche Nutzen stärker in den Vordergrund gestellt werden als die Technologie selbst, allerdings bin ich nicht per se gegen Social Media oder per se gegen Smartphones oder (Achtung) per se gegen einen Computer / Internetzugang für SchülerInnen. Also da war ich schon wirklich etwas irritiert. Die Diskussion ging schnell in Richtung Medienkompetenz und kritischer Umgang der Heranwachsenden mit den Technologien. Ich beschloss aber nach zwei bis drei Bemerkungen besser meinen Mund zu halten – bin ja schließlich die Neue….

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Über Andrea Gumpert

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