Lern- und Wissensmanagement mit Mendeley

Wir haben den Teilnehmenden des SOOC1314 versprochen auch in diesem SOOC-Durchlauf das Thema Tools im Kontext des eigenen Lernens anzuschneiden. Deshalb möchte ich einmal selbst eines meiner liebsten und wichtigsten Werkzeuge für den Forschungs- und Arbeitsalltag vorstellen: Mendeley.

Mendeley ist eine freie Software, die unter anderem Literaturverwaltung, Dokumenten-Annotation und Bibliografieren unterstützt. Das Besondere an diesem Literaturverwaltungsprogramm ist die soziale Komponente: man kann Literatur, Links u.s.w. mit Kolleginnen und Kollegen teilen und gemeinsam verwalten. Das macht das Arbeiten in der Forschungsgruppe oder in einem Projektteam sehr viel einfacher. Außerdem kann man auch eigene Publikationen verwalten und sich Abrufstatistiken ausgeben lassen. Dies ist insbesondere für Promovierende besonders relevant, denn oftmals gilt in der Wissenschaft die These: „Publish or Perish„.

So sieht die Web-Oberfläche des Programmes aus:

Mendeley Oberfläche

Nach dem Einloggen gelangt man direkt auf eine Benachrichtungszeitleiste und kann sehen, welche Aktivitäten in letzter Zeit relevant waren. Oben navigiert man über die Reiter zur eigenen Bibliothek (Liste mit gesammelter Literatur, pdfs und Dateien aller Art), zu möglicherweise interessanten Papers, die Mendeley vorschlägt, zu den angelegten Arbeitsgruppen und zu den Kontakten.

Dieses Programm gibt es aber nicht nur als Web-Anwendung, sondern kann auch auf dem PC/mobile Device installiert werden. Wer mit verschiedenen Geräten arbeitet (zum Beispiel zuhause und im Büro) installiert es auf beiden und automatisch werden die Dateien synchronisiert.

Mendeley Desktop

Links wird durch die gesammelte Literatur navigiert, in der Mitte stehen die wichtigsten Angaben zu den Dateien, rechts findet man die Detalis

Ein weiteres tolles Feature ist das Plug-in für Word. Damit kann man automatische Zitate in den Text einfügen. Nie wieder lästiges hin- und herschieben von Verweisen, Seitenangaben und Literaturverzeichnissen.

Hier ein paar kommentierte Screenshots dazu:

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Hier kann man Dateien und Ordner von der Festplatte hinzufügen oder festlegen, dass ein bestimmter Ordner der eigenen Festplatte automatisch mit Mendeley synchronisiert werden soll.

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Hier ist die Lese-/Bearbeitungsfunktion zu sehen. Mittels Marker, Kommentar und Notizen kann das Dokument exzerpiert werden

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Über diese Pfade können Web Importer (Browser Plugin, womit die Website/Datei direkt in Mendeley importiert wird) und Plugins für die Textverarbeitung installiert werden

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So sieht die Eingabeoberfläche im Open Office aus

Ich habe mit diesem Programm wirklich tolle Erfahrungen gemacht und finde gerade, die „soziale Komponente“, also die Möglichkeit Arbeitsgruppen und Kontakte anzulegen wirklich super. Wir arbeiten im SOOC auch damit und teilen untereinander Dokumente und Publikationen zum Thema MOOCs. Wie bei allen Tools ist auch bei Mendeley ein wenig Einarbeitungszeit notwendig.

Aber vor dem Hintergrund einer Abschlussarbeit oder dem regulären Forschungsbetrieb lohnt sich das auf jeden Fall.

 

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Über Andrea Gumpert

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