Debut: Medien und Informatik 2 / Moduldidaktik

In dieser Woche startet die Lehrveranstaltung MI2, ein zweites obligatorisches Medienmodul für alle MST-Studierenden. Ziel ist es, die angehenden Lehrpersonen im Bereich Medien und Informatik mit den didaktischen und fachlichen Kompetenzen zu versorgen, die für guten Medien-und-Informatik-Unterricht in der 5. und 6. Klasse notwendig sind.

Ich gebe diese Veranstaltung als junge Dozentin: motiviert, unerfahren, engagiert, fachlich nicht perfekt sattelfest, gut vorbereitet, etwas nervös. Eigentlich genauso wie mein bisheriges Arbeitsleben bisher auch gelaufen ist.

Pascal und ich bereiten die Veranstaltung seit geraumer Zeit vor, planen, strukturieren, sortieren. Bereits bei den ersten Auseinandersetzungen mit den Zielen und Inhalten wurde deutlich, dass wir in 10 Wochen gar nicht alles ansprechen können, was uns wichtig erscheint. Mit 2 ECTS müssen wir schaffen, dass die Studierenden eine komplette Fach-/Moduldidaktik verinnerlichen: fachlich (wo wir hin und wieder „Neuland“ betreten werden) und didaktisch (wo wir allgemeindidaktische Erkenntnisse auf den Informatikunterricht übertragen werden und ganz nebenbei noch medienpädagogische und -didaktische Aspekte anreissen müssen). Dazu kommt, dass die Studierenden mit Praktikumsnachbereitung bzw. Bachelorarbeitsvorbereitung beschäftigt sind und wahrscheinlich unsere Auffassung, dass MI2 das wichtigste Fach des ganzen Studiums ist, nicht teilen werden 😉

Was bleibt also? Das stetige Gefühl, dass gar nicht alle Übungen, Perspektiven, Aufgaben oder Aspekte diskutiert werden können, was bei mir noch häufig die Sorge des Scheiterns auslöst und der Glaube an die Exemplarität. Wenn wir realistisch und kompetenzfördernd denken, dann können wir Angebote machen: Themen, Material, Verfahren / Prozesse / Methoden, aber wir können keine Zweijahresplanung vorplanen, die dann 1 : 1 übernommen werden kann. Dies erscheint aufgrund der Vielfalt, Grenzenlosigkeit und Schnelllebigkeit des Faches auch unsinnig.

Fazit: Scheinbar muss ich also die Lücken und ausgelassenen Themen – also das Scheitern? – akzeptieren und an an den verbliebenen Themen kompetenzorientiert arbeiten, in die Tiefe gehen und mehrperspektivisch diskutieren, um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, Ihre und die die institutionell vorgegebenen Kompetenzziele zu erfüllen.

 

 

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Über Andrea Gumpert

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